Domkirche von Kristiansand
Ort · Mitte der Küste

Kristiansand: die Stadt, in der eure Südküste beginnt

Fährhafen, größte Stadt der Region und der Ort mit den meisten Ausflügen: In Kristiansand kommen fast alle an, und viele bleiben länger als geplant. Hier steht, wofür sich die Tage lohnen.

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Aufs Wasser ab Kristiansand

Fiskebrygga am Gravane-Kanal mit Booten
ab94 €

Express Archipelago Tour im RIB-Speedboat

Mit dem offenen Schnellboot hinaus in die Inselwelt vor Kristiansand – die meistbewertete Tour der Stadt.

5,0 · 486 Bewertungen

Preis p. P. ab 94 €* · Preise geprüft: 20.10.2026Termine & Preise ansehen
Boote im Gravane-Kanal bei Fiskebrygga
ab81 €

Archipel-Tour mit der DS Hestmanden

Gemütliche Rundfahrt durch den Schärengarten mit dem historischen Schiff DS Hestmanden, als komfortable Ponton-Tour angeboten.

4,8 · 53 Bewertungen

Preis p. P. ab 81 €* · Preise geprüft: 20.10.2026Termine & Preise ansehen
Kajakklub am Wasser auf Odderøya in Kristiansand
ab141 €

Kajaktour auf dem Fluss

Mit Guide im Kajak auf dem Fluss bei Kristiansand – Natur statt Stadtverkehr.

4,8 · 99 Bewertungen

Preis p. P. ab 141 €* · Preise geprüft: 20.10.2026Termine & Preise ansehen

Kristiansand ist mit 119.287 Einwohnern (2026) die größte Stadt Agders und für die meisten deutschen Familien der erste Kontakt mit Südnorwegen: Die Fähren aus Hirtshals legen mitten in der Stadt an, die E18 nach Osten und die E39 nach Westen treffen sich hier, und die Rv9 führt hinauf ins Setesdal. Wer seine Ferienhauswoche zwischen Mandal und Lillesand verbringt, kommt ohnehin mehrmals hierher – zum Einkaufen, an Regentagen, für einen Tag im Tierpark. Eine Übersicht über alle Küstenorte steht auf der Seite Orte in Südnorwegen.

Kvadraturen und Posebyen: die Stadt zu Fuß

König Christian IV. gründete Kristiansand 1641 und ließ sie als Renaissance-Raster anlegen. Dieses Gitter, die Kvadraturen, prägt das Zentrum bis heute: gerade Straßen, rechte Winkel, alles flach und gut mit Kinderwagen zu schaffen. Im nördlichen Teil der Kvadraturen liegt Posebyen, das alte Viertel aus niedrigen, weiß gestrichenen Holzhäusern. Visit Norway zählt es zu den größten zusammenhängenden Ensembles alter Holzhäuser in Nordeuropa. Es gibt dort keine Sehenswürdigkeit im engeren Sinn – das Viertel selbst ist das Ziel. Geht am besten am frühen Abend, wenn das Licht flach über die Fassaden fällt.

Die Domkirche am Markt stammt von 1885 und gehört mit rund 1.500 Plätzen zu den großen Kirchen des Landes. Von hier sind es wenige Minuten hinunter zum Wasser.

Weiße Holzhäuser in Posebyen, Kristiansand
Gasse mit weißen Holzhäusern in Posebyen
Fußgängerzone Markens gate in Kristiansand im Sommer

Fiskebrygga, Festung und Kilden

Am Kanal Gravane liegt Fiskebrygga, der alte Fischereikai. In den 1990er-Jahren wurde er restauriert; heute reihen sich Restaurants, Imbisse und Bierlokale an beiden Ufern. Für Familien funktioniert er als schneller Abendessenort mit Blick aufs Wasser, und Kinder schauen gern den Booten im Kanal zu.

Ein paar Hundert Meter weiter steht die Festung Christiansholm von 1672, ein runder Kanonenturm am Strandpromenadenweg. Im Westen der Bucht ragt Kilden ins Wasser, Theater und Konzerthaus der Region, eröffnet im Januar 2012. Wer abends ohne Kinder ausgeht, findet dort das Kulturprogramm der Region.

Fiskebrygga am Kanal Gravane in Kristiansand
Fiskebrygga am Kanal Gravane

Odderøya und Kunstsilo

Die Halbinsel Odderøya war lange Militärgebiet der Küstenartillerie. Heute führen Wege über die Felsen, an alten Stellungen vorbei zu Badebuchten und Aussichtspunkten. Für Familien ist Odderøya ideal für einen Nachmittag ohne Auto: zu Fuß aus dem Zentrum erreichbar, mit Felsen zum Klettern und Blick auf die Fähren.

Am Rand von Odderøya steht seit Mai 2024 der Kunstsilo: ein Getreidesilo von 1935, umgebaut zum Kunstmuseum für die Sammlung von Nicolai Tangen mit mehr als 5.500 Werken nordischer Kunst. Für Familien ist ein Detail entscheidend: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 210 NOK (Stand: Oktober 2026). Die Ausstellungen und die Dachterrasse «Panorama» im 9. Stock sind montags, dienstags, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs bis freitags bis 21 Uhr. Im Erdgeschoss liegt eine Brasserie.

Innenraum des Kunstsilo mit den alten Silostrukturen
Kunstsilo auf Odderøya

Die Schären vor der Stadt

Was Kristiansand von vielen anderen Hafenstädten unterscheidet, ist die Inselwelt direkt vor dem Kai. Vom Ufer aus seht ihr nur die ersten Holme, die eigentliche Schärenlandschaft mit Sommerhäusern, Badefelsen und schmalen Sunden erschließt sich erst vom Boot. Mehrere gut bewertete Touren starten in der Stadt; die Unterschiede zwischen Schnellboot, der Tour mit der historischen DS Hestmanden, stiller Schärentour und günstiger Archipel-Bootsfahrt erklären wir im Vergleich der Bootstouren in Kristiansand.

Strände und Natur in der Stadt

  • Bystranda: der Stadtstrand direkt am Zentrum, neben dem Badeland Aquarama. Praktisch für eine Stunde zwischendurch.
  • Hamresanden: rund drei Kilometer Sand, der längste Strand der Gemeinde, nahe dem Flughafen Kjevik und nicht weit vom Tierpark. Mehr Platz und mehr Wind – siehe Strände in Südnorwegen.
  • Baneheia: Stadtwald mit Seen und Wegen, oberhalb des Zentrums. Im Sommer wird in den Seen gebadet, im Herbst ist es ein ruhiges Laufgebiet.
  • Ravnedalen: Park im Norden der Stadt mit Teich und hohen Felswänden, gut für einen Spaziergang mit Großeltern.
Hamresanden mit Booten am Ufer
Hamresanden bei Kristiansand

Dyreparken und Ausflüge mit Kindern

Zwölf Kilometer östlich des Zentrums liegt Dyreparken, Tierpark, Freizeitpark und Badeland in einem, von Visit Norway als größte Familienattraktion Norwegens bezeichnet. Mit Kardemomme by, der Piratenwelt von Kaptein Sabeltann und dem Badeland füllt er leicht einen ganzen Tag. Saison, Übernachten im Park und was die Tickets kosten können, erklärt unsere Seite Dyreparken Kristiansand.

Für aktive Familien gibt es außerdem eine geführte Kajaktour auf dem Fluss, eine geführte E-Bike-Tour durch Stadt und Natur und eine Waldwanderung mit Bad im See; für Kulturinteressierte Führungen zu Fuß oder per E-Scooter, gesammelt unter Stadtführung in Kristiansand.

Und wenn es regnet: Kunstsilo, Aquarama und das Vitensenteret Sørlandet, ein Wissenschaftszentrum zum Anfassen, sind die naheliegenden Ziele. Ideen für solche Tage sammelt Südnorwegen bei Regen.

Anreise, Parken und Maut

  • Fähre: Hirtshals–Kristiansand mit Fjord Line (Schnellfähre FSTR in der Saison, sonst Kreuzfahrtfähren) oder Color Line. Der Vergleich steht unter Fähre Hirtshals–Kristiansand.
  • Auto: Oslo–Kristiansand sind rund 323 km. Kristiansand hat einen Mautring mit 14 Stationen, rund um die Uhr. Abgerechnet wird über das Kennzeichen; wie ihr euer Auto vorher registriert, steht unter Maut in Norwegen.
  • Bahn: Die Sørlandsbanen verbindet Oslo und Kristiansand, die Fahrt dauert etwa viereinhalb bis fünf Stunden.
  • Flug: Kristiansand-Kjevik hat Direktflüge unter anderem nach Amsterdam und Kopenhagen. Direktflüge aus Deutschland haben wir für die laufende Saison nicht gefunden.
  • Kreuzfahrt: Der Kreuzfahrtkai liegt rund 400 bis 500 Meter vom Zentrum entfernt. Wie ihr den Landgang plant, steht unter Kreuzfahrt: Landgang in Kristiansand.
KristiansandMandalLillesandDyreparkenHamresandenEvje

Küstenlinie: Natural Earth · Orte: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

Schematische Karte, nicht zur Navigation. Antippen öffnet die jeweilige Ortsseite.

Wo übernachten?

Kristiansand eignet sich als feste Basis für eine Woche: Von hier erreicht ihr Lillesand in einer halben Stunde, Mandal in gut einer halben Stunde und das Setesdal in gut einer Stunde. Wer lieber am Wasser wohnt, sucht ein Ferienhaus in Südnorwegen in den Schären westlich oder östlich der Stadt. Familien mit Zelt, Wohnwagen oder Hütte finden Campingplätze rund um die Stadt; Dyreparken selbst betreibt ebenfalls Camping und Hotels. Mehr zu Plätzen und Preisen auf der Seite Camping in Südnorwegen.

Häufige Fragen

Lohnt sich Kristiansand oder fährt man besser gleich weiter?

Mindestens ein Tag lohnt sich: Posebyen, Fiskebrygga, Odderøya und eine Bootstour in die Schären passen gut zusammen. Mit Kindern kommt ein Tag in Dyreparken dazu.

Was kostet der Eintritt im Kunstsilo?

Erwachsene zahlen 210 NOK, 19- bis 25-Jährige und Studierende 170 NOK. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kommen kostenlos hinein (Stand: Oktober 2026).

Wie weit ist es vom Fähranleger in die Innenstadt?

Der Fährhafen liegt direkt am Zentrum; die Kvadraturen beginnen praktisch am Terminal. Wer mit dem Auto ankommt, sollte beim Losfahren an die Maut denken.

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Zuletzt geprüft und aktualisiert: 20. Oktober 2026 · Redaktion südnorwegen.com

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